Mischa im Portrait Teil II

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“eine Art Prototyp für ein Projekt, in dem Digitalisierung auf Handarbeit trifft und sich miteinander vereinbaren lässt.”

Mischa im Portrait - Teil II

Was machst du um Stress abzulassen/ welche Wege hast du dich runterzufahren?

Als Geschäftsführer bin ich Ansprechpartner für viele Entscheidungen die getroffen werden müssen, je länger unser Team aber schon zusammenarbeitet, desto mehr entwickeln alle eine Eigenverantwortung für ihren jeweiligen Bereich, das ist für mich eine wichtige Entlastung. 

Ich denke der Beste Umgang um Stress oder Überlastung zu vermeiden,  ist eine sauberer Einteilung des Arbeitstages, festzulegen in welchen Zeiträumen was geklärt wird und mir selbst Prioritäten zu setzen, was auch bedeutet mir nicht zu viel vorzunehmen. Genauso wichtig wie es für mich ist, raus zu gehen und mich inspirieren zu lassen ist es auch wichtig, Dinge zu unternehmen die überhaupt nichts mit dem geschäftlichen zu tun haben. Seit einiger Zeit habe ich wieder mit dem Klettern angefangen, das ist für mich sehr wichtig um Stress zu reduzieren.


Was empfindest du als größte Herausforderung in deinem Beruf?

Ich denke für mich als "Macher" war es mit am schwierigsten den rationalen, unternehmerischen Aufgaben gerecht zu werden. Mich dort einzuarbeiten und mir meinen Aufgaben bewusst zu sein war die größte Herausforderung. Auch im Umgang mit meinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, ist es wichtig das Freundschaftliche vom Unternehmerischen zu trennen, das ist bei uns natürlich schwierig, immerhin kannten wir uns alle schon, bevor wir zusammen gearbeitet haben. 


Was macht für dich Design aus? 

Mittlerweile sind ja fast alle Alltagsgegenstände total durchdesignt, es ist daher auch schwierig von ‘dem Design’ zu sprechen. Was einen Gegenstand für mich besonders macht, ist wenn die Optik und Haptik des Materials mit seiner Funktion in Harmonie stehen.  


Welche Bedeutung hat Handwerk für Design?

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Design wird heutzutage wohl eher digital umgesetzt, wobei das Handwerk in Vergessenheit gerät, da es in der Produktion wesentlich teurer ist. Doch mit dem Rückgang von Handarbeit geht auch oft der Verlust von Details einher, die zeigen dass etwas von Menschenhand erschaffen wurde und es so zu etwas Besonderem machen. Denn das fertige Produkt  im Handwerk ist am Ende ein Ausdruck der Person, die es gebaut hat.


Welches Objekt möchtest du eines Tages realisieren?

Meine Vision ist es, ein Objekt zu bauen welches unserer Halle hier in Berlin ähnelt. Ich verstehe das hier als eine Art Prototyp für ein Projekt, in dem Digitalisierung auf Handarbeit trifft und sich miteinander vereinbaren lässt. Denn es geht mir nicht darum eine Entwicklung zu verteufeln, die ohnehin nicht aufzuhalten ist, sondern sie so zu nutzen, dass alle Beteiligten, die Produzierenden, unsere Mitarbeitenden, die Natur und unsere Kunden davon profitieren.