Lisa im Portrait

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“Ich glaube es ist wichtig, sich in bestimmte Thematiken einzudenken und intensiv mit diesen auseinanderzusetzen”

Lisa im Portrait

Ich bin Lisa und seit Oktober 2017 arbeite ich bei woodboom. Da ich mir nicht ganz im klaren darüber war, in welchem beruflichen Feld ich später arbeiten möchte, habe ich mit einem dreimonatigen Praktikum bei woodboom angefangen, um einen Einblick in den handwerklichen Bereich in Verbindung mit Design, zu bekommen. Ich habe viel Zeit in der Werkstatt verbracht, dann aber zunehmend die textlichen Aufgaben bei woodboom übernommen. Vieles, was ihr also auf unserer website findet, habe ich geschrieben. Mittlerweile studiere ich Anthropologie und genieße es, als Ausgleich zu meinem geisteswissenschaftlichen Studium, bei woodboom zu arbeiten und auch ab und an mal wieder eine Schleifmaschine in der Hand zu halten.  Ich glaube es ist wichtig, sich in bestimmte Thematiken einzudenken und intensiv mit diesen auseinanderzusetzen, andererseits besteht die Gefahr sich in einer Blase zu verlieren, in der man nur noch aus einer bestimmten Perspektive auf die Dinge schaut. Daher ist meine Arbeit hier eine wunderbare Möglichkeit verschiedenen Arten von Input zu bekommen.

Obwohl ich bei woodboom auf eine ganz andere Art zu schreiben gelernt habe und sich dieser Stil sehr von wissenschaftlichem Schreiben an der Uni unterscheidet, kann ich viele der hier gelernten Kompetenzen, in der der Uni anwenden. Besonders wenn es darum geht, sich selbstständig etwas zu erarbeiten und ohne Anleitung von jemand anderem etwas zu produzieren, sei es ein Möbelstück oder ein Text.  Woodboom hat mir mit seiner flachen Unternehmenshierarchie, von Anfang an die Möglichkeit gegeben, Dinge direkt umzusetzen und durchs Tun zu lernen. So konnte ich herausfinden, wo meine Stärken liegen und auch Dinge probieren und für mich nutzbar machen, zu denen ich zuvor keinen Zugang hatte, was sich vorallem auf den handwerklichen Bereich bezieht.  Ich denke das Wichtigste ist, etwas zu tun, um es zu verstehen. Ich hätte mir nie zugetraut in Eigenverantwortung ein Möbelstück zu entwickeln und zu bauen, es war also unglaublich motivierend, als ich mir mein eigenes Bett gebaut habe und dadurch erfahren habe, dass ich mit meinen eigenen Händen, etwas komplett Neues erschaffen kann.

Möbel tragen wesentlich zur Atmosphäre eines Raumes bei, es ist also von entscheidender Bedeutung, was für Möbel sich in einem Raum befinden und wie diese ein harmonisches Gesamtbild in einem Zimmer produzieren. Jeder Raum hat eine eigene Charakteristik und ich denke, die Kunst ist es, mit den passenden Möbeln, beziehungsweise der gesamten Inneneinrichtung, eine Stimmung zu kreieren, die diesem spezifischen Raum entspricht.   Am liebsten habe ich das schwebende Bett. Als ich nach Berlin gezogen bin, habe ich eine ganze Weile auf einer Matratze auf dem Boden geschlafen. Als ich dann angefangen habe, mein eigenes Bett zu bauen und mich dafür mit verschieden Bett-Entwürfen, nicht nur von woodboom, beschäftigt habe, konnte ich  kein vergleichbares Bett zu diesem finden. Das so simples, wie schöne Design, dass trotz Vollholz nicht wuchtig wirkt, ist für mich durch die schwebende Optik wie eine kleine Insel, auf die ich mich immer zurück ziehen kann.